Im Rahmen der 15. Tagung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), die vom 4. bis 7. Juni in Schmallenberg, Nordrhein-Westfalen statt findet, können sich die Besucher über live im Gelände gezeigte komplette Verfahrensketten informieren.
Neu ist bei dieser KWF-Tagung, dass neben den ausgereiften Arbeitsverfahren auch Verfahren gezeigt werden, die sich noch in der sog. Praxiseinführungsphase befinden. Neue Forsttechnologien und die damit verbundene Entwicklung neuer Arbeitsverfahren schreiten in der modernen Forstwirtschaft und forciert durch die Sturmwurfsituation immer schneller voran. Daher hat sich das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik dazu entschlossen bei der diesjährigen Tagung auch Verfahren vorzustellen, welche die Feuertaufe in der Praxis zwar noch nicht bestanden, jedoch von erfahrenen Fachleuten aus der forsttechnischen Praxis als vielversprechende Arbeitsverfahren angesehen werden. Den Besuchern werden somit brandneue Verfahrenstechniken vorgestellt. Allerdings müssen Angaben z.B. zu Verfahrensablauf und insbesondere zu Arbeitsproduktivität und Kosten noch mit weiterem Datenmaterial ergänzt werden und sind daher nur als vorläufig anzusehen.
Als Arbeitsverfahren in der praktischen Einführungsphase werden gezeigt:
-Plätzeweise Bodenbearbeitung mit Rotree-Platz-Grubber (Rotree Spot Cultivator) am Kettenbagger zur Vorbereitung der Pflanzung.
Die plätzeweise Bodenbearbeitung mit dem Rotree-Platz-Grubber erübrigt eine Flächenräumung von Reisig, Restholz und Wurzeltellern zur Vorbereitung einer Pflanzungsmaßnahme. Das Verfahren ermöglicht durch das an einem Kettenbagger angebrachte Aggregat, Pflanzplätze von der Rückegasse aus vorzubereiten und somit eine flächige Befahrung zu umgehen. Der Rotree-Platz-Grubber lockert dabei das Bodengefüge
auf, schiebt Äste beiseite und arbeitet zerkleinertes Astmaterial ein.
-Plätzeweise Bodenbearbeitung und Pflanzung von Containerpflanzen mit multifunktionalem Pflanzaggregat an Baggerausleger.
In nur einem Arbeitsschritt kann mit dem multifunktionalem Pflanzaggregat an einem Baggerausleger eine plätzeweise Bodenbearbeitung mit anschließender Pflanzung von Containerpflanzen ermöglicht werden. Auch bei diesem Verfahren wird eine flächige Befahrung vermieden.
-Als drittes brandneues Verfahren wird die Holzernte in befahrbaren Hanglagen (Übergangsgelände) mit dem Highlander und Bodenlaufwagen vorgestellt. Mit der Entwicklung dieses Verfahrens sollte ein wirtschaftliches Arbeitsverfahren bei Hangneigungen zwischen 35 und 50 % unter Einsatz innovativer bodenschonender Technik ermöglicht werden.
Besucher der Fachexkursion auf der 15. KWF-Tagung können sich selbst davon über-zeugen, ob die gesetzten Ziele bei der Entwicklung der neuen Arbeitsverfahren überzeugend umgesetzt wurden.
Weitere Information
www.kwf-tagung.de
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