Der kräftig wachsende Gewerbebau beflügelt den Einbau von Glasfassaden und Fensterelementen. Im Nichtwohnbau wächst der Fenstermarkt 2007 um 8,6 Prozent. Negativ entwickelt sich dagegen der private Wohnungsbau. Obwohl die Bundesregierung den Einbau energiesparender Fenster im Rahmen der energetischen Gebäudemodernisierung fördert, werden in diesem Jahr
weniger Fenster in Neu- und Altbauten eingesetzt. Der Absatz im Wohnungsneubau bricht um 15,7 Prozent und in der Renovierung um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein.
Insgesamt geht der deutsche Fenster- und Fassadenmarkt 2007 um 7,8 Prozent zurück, da der stark zulegende Nichtwohnbau die Einbrüche im Wohnbau nicht ausgleichen kann. Mit ihren 50.000 Beschäftigten in 8.000 Fensterbetrieben setzt die baunahe Branche in diesem Jahr rund 7,3 Milliarden Euro um.
Mit dem Rückgang von 7,8 Prozent schrumpft das Marktvolumen 2007 von 12,7 auf 11,7 Millionen Fenstereinheiten. Der Außentürenmarkt ging 2007 um 4,5 Prozent auf 1,14 Millionen Außentüren zurück. 2006 verzeichnete er noch ein Plus von 5,4 Prozent.
Bei den Rahmenmaterialien für Fenster und Fassaden schlägt sich die gespaltene Marktentwicklung in einem wachsenden Anteil von Aluminium und Aluminium-Holz und sinkenden Anteilen von Kunststoff und Holz nieder. Diese Materialien werden vorwiegend im Wohnbau genutzt. Aluminium kann seinen Anteil von 18,3 Prozent in 2006 über 20,8 Prozent in diesem Jahr auf geschätzte 21,5 Prozent in 2008 steigern. Die entsprechenden Zahlen für Alu-Holz-Fenster lauten 5,1 Prozent für 2006 sowie jeweils 5,3 Prozent für 2007 und 2008. Für Kunststoff wird nach einem Anteil von 56,8 Prozent im Jahr 2006 für 2007 ein Anteil von 54,8 und für 2008 ein Anteil von 54,4 Prozent erwartet. Für Holzfenster lauten die Anteile 19,8 Prozent in 2006, dann 19,1 Prozent in 2007 und schließlich 18,8 Prozent in 2008.
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