John Deere zeigt in Süddeutschland Flagge. Was auf der Interforst 2006 in München mit einem Vertrag zwischen Franz Haas (Foto li. mit Mitarbeiter) und Jörg Nuhn auf dem Papier besiegelt wurde, war auf der Hausmesse von Haas Maschinenbau für alle offensichtlich: Der Vertrieb der kompletten John Deere Neumaschinen-Palette. Was mit der Aufrüstung von Forwardern mit Seilwinde, Drehrunge und Klemmbank begann und sich über die Umrüstung amerikanischer John Deere Skidder auf mitteleuropäische Verhältnisse sowie dem John Deere Gebrauchtmaschinenvertrieb fortsetzte, wurde nun zum Komplettpaket.
Mit 11 Ausstellungsstücken konnte Franz Haas mit seinen Mitarbeitern mehr als 700 Besucher von der hellgrün-gelbe Forstmaschinen-Vielfalt überzeugen. Bei strahlendem Spätsommerwetter am 21. und 22. September informierten sich Forstunternehmer aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz über die John Deere Standard-Forstmaschinen und die Möglichkeiten von Haas, die Serienmaschinen des Marktführers auf spezielle Einsatzgebiete anzupassen.
Der nach wie vor hohe Langholzanteil besonders im Privatwald sorgt für eine gute Nachfrage der Haas-Umbauten. Mit einem Timberjack 1110 C mit Klemmrunge war eine der ersten Forwarder-Umbauten aus dem Jahr 2003 auf der Haas-Messe zu sehen. Die Klemmrunge ist ideal für den gelegentlichen Anfall von Nadel-Langholz. Im Lauf der Jahre hat Haas 45 Exemplare ausgeliefert. Sind Forstunternehmer mit ihrem Forwarder im schweren Laubholz im Einsatz, empfiehlt sich die Kombination, wie sie Haas in Form eines John Deere 1410 D auf der Hausmesse zeigte: Burger-Klemmbank im Wechsel mit einem Rungenkorb.
Für Freunde amerikanischer Skiddertechnik war Haas schon immer eine wichtige Anlaufstelle. Auf der Hausmesse gab es erstmals einen John Deere 548 GIII mit Epsilon Rückekran S110R und Adler 2x10 to Winde zu sehen. Der Allgäuer Maschinenbauer wird aber auch weiterhin selber Rückekräne bauen. Nur die kleinen Baureihen werden durch Epsilon-Modelle ersetzt. Die Modelle KRZ 5982 (5,96m Reichweite, 93 kNm Hub- und 34 kNm Brutto-Schwenkmoment) und KRZ 7282 (7,26m Reichweite, 93 kNm Hub- und 34 kNm Brutto-Schwenkmoment) entsprechen fast dem Leistungsbild des Epsilon M80R68 (6,8m Reichweite, 95 kNm Brutto-Hubmoment und 26 kNm Netto-Schwenkmoment) und M80R72 (7,20 m Reichweite). Alle anderen Rückekräne von Haas liegen mit Hub- und/oder Schwenkmoment über den schweren S-Modellen von Epsilon. Basis für die Haas-Rückekräne bleiben aber weiterhin Bauteile aus dem Haus Palfinger. Schließlich ist der gelernte Dreher seit 1991 mit den Produkten des Kranspezialisten vertraut.
Dass Kräne ein Steckenpferd von Franz Haas sind, war auf der Hausmesse beim John Deere 1470 D deutlich zu erkennen: Mit dem Loglift L280 V und dem Zweiwalzen-Aggregat John Deere H290 steigt der Harvester in Liga der Starkholzmaschinen auf.
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