Was leistet der immer beliebtere Valmet Harvester X3M (Snake) im Hang? Und vor allem, welche Schäden entstehen durch das Eisen-Fahrwerk? In der jüngsten Ausgabe von LWFaktuell, dem Magazin der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft, hat Sven Korten seine Untersuchungen im Praxiseinsatz über Leistung, Bodendruck und Bestandespfleglichkeit veröffentlicht.
Ergebnis: Korten geht von einer technischen Arbeitsproduktivität von 18 Efm o.R./MAS bei BHD 25 aus. Das Optimum dürfte nach den Studien bei einem mittleren BHD von 34 cm liegen, der X3M erreicht dann fast 22 Efm o.R./MAS.
Als praxisüblich sieht der Forstwissenschaftler die Schäden am verbleibenden Bestand mit 15,1%. Auf sechs gefällte Bäume kommt ein beschädigter Wachstumsträger.
Spätestens seit der hitzigen Diskussion am Unternehmertag 2002 der TU München über Wurzelschäden durch die Kettenfahrwerke werden neue Untersuchungen mit Spannung erwartet. Auf den Versuchsflächen in den Bayerischen Alpen waren 2/3 aller Wurzeln, die in die Rückegasse hineinreichen, nach dem Harvestereinsatz beschädigt. Bedenklich, dass dabei Verletzungen der Hauptwurzel bis zum völligen Abriss überwogen. Korten empfiehlt deshalb Rückgassenbreiten von 5 m, um genügend Abstand zu haben.
Beim Thema Versichtung kann der Valmet dagegen wieder Boden gut machen.
Weitere Informationen zum Thema Ketten-Laufwerk
25.07.2002 - Die Kette kehrt mit "Verhüterli" zurück |