| Komatsu Forest/Valmet: Gebrauchte Forstmaschinen im Aufwind |
| 24/11/2006 - 11:29 |
Das Used Machine Center (UMC) für gebrauchte Harvester und Forwarder von Komatsu Forest/Valmet in Hartmannsdorf nahe Chemnitz hat sich im ersten Jahr zum Erfolg entwickelt. Zwar liegt es an der gleichen Straße wie das örtliche Nutzfahrzeugmuseum. Ob aber jemals nicht verkäufliche Forstmaschinen in die Ausstellung des Museums wandern, ist eher fraglich. Nicht, weil sich das Museum auf Nutzfahrzeuge aus sächsischer Produktion konzentriert. Vielmehr, weil der Verkauf im europaweiten Absatzgebiet des Anfang 2006 gegründeten UMC sehr gut angelaufen ist. Eigentlich hatte sich die Komatsu Forest GmbH für dieses Jahr etwa 60 verkaufte Forstmaschinen vorgenommen; es sind deutlich mehr geworden. Und dieser Trend wird aus Sicht des Europa-Vertriebleiters Bernd Friedle auch anhalten. Deshalb plant Komatsu Forest von 2007–2009 Jahresabsatzzahlen von 120, 180 und 250 Forstmaschinen über das UMC und seine Dependancen in Nordspanien und Österreich.
Im ersten Jahr wurden etwa 50% der Maschinen in Deutschland verkauft, weitere 25 % in Osteuropa, 20 % in Südeuropa und der Rest ging nach Südosteuropa. Angesichts der Tatsache, dass der UCM-Standort in Ostdeutschland mit der Nähe zu den Wachstumsmärkten in Osteuropa begründet wurde, erscheint der Absatz in diese Regionen bisher noch etwas schleppend. Doch nimmt die Nachfrage in Ländern wie Polen oder Tschechien zu. Ein Anzeichen ist der schrumpfende Markt für alte Gebrauchtmaschinen unter 60.000 Euro; etwa 75% der in Osteuropa überwiegend verkauften Forwarder liegen im mittleren Preissegment zwischen 60.000 und 100.000 Euro.
Die voraussichtlich wachsenden Absatzzahlen und der Trend hin zu höherwertigen Gebrauchtmaschinen hat Komatsu Forest zu drei Maßnahmen veranlasst:
*Schon mengenmäßig können Werkstattprüfung, Reparatur und Umbau der Gebrauchtmaschinen nicht wie bisher beim Valmet-Partner LTZ gegenüber der UCM-Ausstellungshalle abgewickelt werden. Spätestens Anfang nächsten Jahres richtet Komatsu Forest in Hartmannsdorf daher eine Werkstatt mit insgesamt vier Mitarbeitern ein. Für alle, die Arbeit suchen: Qualifizierte Mechaniker sind zurzeit also gesucht.
*Um hochwertige Qualität bieten zu können, kauft Komatsu Forest in Zukunft zweitens aktiv gute Gebrauchtmaschinen für das UMC ein. Es werden dort also nicht nur Inzahlungsnahmen stehen. Damit sich die Reise nach Hartmannsdorf lohnt, sollen ständig 25 bis 40 Maschinen vor Ort zu besichtigen sein.
*Drittens will Komatsu Forest Gebrauchtmaschinen in Zukunft behandeln wie Neumaschinen. Das heißt: nach Alter und Betriebsstunden wird es eine Gewährleistung bis zu sechs Monaten geben. Zudem wird über Komatsu Finance europaweit eine Finanzierung über Leasing- und Ratenkreditmodelle angeboten.
Geleitet wird das UMC seit Oktober nicht mehr von Jörg Dinkelaker, der Komatsu Forest verlassen hat. Neuer Geschäftsführer ist Thomas Hoppe (27). Der Sohn des Forstunternehmers Wilfried Hoppe hat nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei Komatsu Forest in Vöhringen-Witterhausen gearbeitet, war zwei Jahre im Außendienst des österreichischen Valmet-Händlers Karner & Berger tätig und zudem auf eigene Initiative acht Monate bei Komatsu Forest in Australien. Er wickelt in Zukunft das gesamte Gebrauchtmaschinengeschäft ab.
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| (Forst & Technik Oliver Gabriel) |
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