Die durch den Sturm Kyrill in den nordrhein-westfälischen Wäldern verursachten Sturmschäden, sind zu zwei Dritteln beseitigt. Damit sind von rund 15 Millionen Festmetern Sturmholz in Nordrhein-Westfalen, knapp zehn Millionen aufgearbeitet. Die Hälfte hiervon ist bereits aus dem Wald abtransportiert. „Es ist ein Ende der Aufräumarbeiten in Sicht, wir liegen sehr gut in der Zeit“, betonte Minister Uhlenberg heute auf der Sitzung des Krisen- und Arbeitsstabes Forst Südwestfalen (KAFOS) in Arnsberg. „Bis Mitte Januar 2008 wird auch das letzte Drittel Sturmholz geborgen und bis Juli nächsten Jahres dürften alle Sturmholzmengen aus dem Wald abgefahren sein. Das ist ein Beleg dafür, dass unsere Sofortmaßnahmen zur Aufarbeitung gegriffen haben. Im nächsten Schritt unterstützen wir nun die Wiederaufforstung.“
Aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union soll Deutschland zudem
167 Millionen Euro erhalten. Angesichts des Schadensschwerpunktes in Nordrhein-Westfalen ist davon auszugehen, dass rund 97 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen fließen werden. Dieses Geld darf zur Beseitigung von öffentlichen Schäden verwendet werden, dazu zählen zum Beispiel beschädigte Straßen und Wege.
Eine weitere Hilfe für die betroffenen Waldbesitzer bedeuten die von Nordrhein-Westfalen ausgehandelten Steuererleichterungen. Nicht bilanzierende Forstbetriebe können nun aus Vereinfachungsgründen von ihren Einkünften, die sie aus dem Verkauf von Sturmholz erwirtschaftet haben, pauschal Betriebsausgaben bis zu 90 Prozent abziehen. Damit wird unter anderem den erhöhten Ausgaben für die Holzaufarbeitung, den Folgekosten für die Instandsetzung der Wege sowie der Aufforstung der Waldflächen Rechnung getragen. Darüber hinaus steht jedem von Kyrill in seiner Existenz gefährdeten Betrieb der Weg offen, im Rahmen einer persönlichen Billigkeitsprüfung (Anträge auf eine abweichende Steuerfestsetzung in Härtefällen) existenzgefährdende Steuerlasten abzuwenden. Insgesamt stehen zur Behebung der Schäden durch Kyrill, mit dem nordrhein-westfälischen Sonderprogramm sowie den möglichen Geldern aus dem EU-Solidaritätsfonds, über 200 Millionen Euro Finanzhilfen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.
|