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Log Max: Harvester - Tuning beginnt am Kopf
28/03/2006 - 18:13
Mehr Leistung für den Harvester – nicht immer ist die Standardausstattung ab Werk das Optimum. Mit dem Log Max 6000 hat der schwedische Aggregate-Spezialist auf der Elmia einen Allround-Harvesterkopf präsentiert, der auch in Deutschland immer beliebter wird.

"Die Zugkraft ist gewaltig, man spürt bei jedem Stamm, dass der Log Max 6000 vom größeren 7000er abstammt und kein aufgeblasener 5000er ist", beschreibt Forstunternehmer und Log Max-Techniker Stefan Heider das Fahrgefühl mit dem neuen Modell. Selbst setzt er das Aggregat auf einem Timberjack 1270 B ein. Einsatzgebiet sind derzeit die Käfergebiete im Nordosten Württembergs, wo sich der Kopf an den zähen und trockenen Ästen der befallenen Fichten bewährt. Auch im Laubholz konnte Heider bereits gute Harvester Erfahrungen sammeln. Er sieht den großen Vorteil in den Log Max-typisch sensorgesteuerten Kopfmesser. Der Sensor kontrolliert den Druck der Entastungsmesser ohne den Stamm an den Kopf zu pressen. Das Holz kann dadurch nicht am Rahmen reiben, die komplette Kraft steht an den Messern zur Verfügung. Da die Messer immer optimal bis zu einem Stammdurchmesser von 3,5 cm ausgerichtet sind, kann auf zusätzliche Rollen und Walzen zur Reibungsminimierung verzichtet werden. Die besondere Walzengeometrie zentriert den Stamm exakt über dem Messrad und vermindert den Druck bei kleineren Durchmessern.

Logmax TimberjackDas Gewicht des Log Max 6000 liegt mit 1240 kg (inklusive Rotator und Stahlwalzen) unter einem Valmet 360.2 (1245 kg, inklusive Rotator, Gummiwalzen) oder einem John Deere 762 C/Waratah HTH 270 (1270 kg, mit Rotator, Stahlwalzen). Bei 10m Kranreichweite spürt der Fahrer jedes Kilogramm. Um Gewicht zu sparen, hat Log Max gegenüber dem 7000er Hydraulikzylinder, Entastungsmesser und Walzenarme geändert. (Technische Daten Log Max 6000)

Heinz Geistmann, verantwortlich für den Log Max-Vertrieb in Deutschland, kann inzwischen auf eine ganze Reihe mit Log Max 6000 ausgerüsteter Radharvester der 16-20 to Klasse blicken. Neben dem Timberjack 1270 B von Heider findet sich derzeit ein John Deere 1470 D in Planung. Im Sauerland hat Franz Boes auf seinen Logset 8H das schwedische Aggregat montiert. Christian Kuschel, Mitinhaber des Holzeinschlagunternehmens MH-Logging im nordrhein-westfälischen Bad Wünneberg hat seinen Skogsjan 695 nach dem Sturmholzeinsatz in Schweden mit dem Log Eco LogMax 6000 ausgestattet. In Baden-Württemberg hat sich Forstunternehmer Notter, Hildritzhausen bei Stuttgart, für die Kombination mit CAT 580 entschieden. Wenn nun auch in Kürze ein Valmet 911 und ein 941 umgerüstet sind, kann Geistmann fast die komplette Forstmaschinen-Farbpalette vorweisen.
Der Log Max 6000 bewährt sich aber auch auf Ketten- und Radbaggern. So hat sich Karl Kögel, Gamlitz/Süd-Steiermark für die Montage auf einem MHT 18.002 entschieden. Besonders bei Radbaggern ab der 16 to-Klasse sieht Heider auf Grund des Gewichts einen Einsatzbereich für den Allround-Kopf.
Logmax ValmetIn Schweden sind derzeit 5 Harvester auf Log Max 6000 umgerüstet. An den zum Konzern gehörigen Harvesterhersteller Eco Log wurden 18 Stück geliefert. Forstunternehmer Thomas Hansson aus Orsa/Schweden lobt die gute Abstimmung zwischen seinem Valmet 911.1 und dem Aggregat. Erschütterungen gehören der Vergangenheit an. Durch die niedrigen Drehzahlen bei hohem Drehmoment spart Hansson Diesel.

Keine Probleme bereitet die Adaption der des Kopfes an die unterschiedlichen Fabrikate. "Wir passen das Aggregat dem Trägerfahrzeug an und nicht umgekehrt", betont Heider. Für Valmet und Timberjack/John Deere-Maschinen stellt eine "Interface Unit" zur Verfügung, die zwischen der Fahrzeug- und der Aggregat-Steuerung dolmetscht. "Am allerschönsten funktioniert es bei Fabrikaten mit Motomit", erzählt der Techniker. Das System würde bereits über die für Log Max-Aggregate wichtige Funktionen wie die getrennte Steuerung der Messer verfügen. Die Köpfe passen damit exzellent auf Maschinen von Logset, MHT-Bagger oder die auf Wunsch mit Motomit ausgestatteten Eco-Log-Maschinen. Einige Veränderungen bei Hard- und Software sind bei Harvestern mit DASA-Steuerung notwendig.
Selbst bei aufwändigeren Adaptionen liegt der Zeitbedarf für die Umrüstung nach der Erfahrung von Heider nur bei zwei Tagen, die auch bereits für die Einweisung der Fahrer genutzt werden. Je nach dem wie schnell sich die Fahrer umstellen, erfolgt zwei bis vier Wochen eine weitere Schulung.

Weitere Informationen:
Log Max Deutschland
Heinz Geistmann
Zum Hutanger. 3
91227 Leinburg-Diepersdorf
Telefon: +49 9120 180 99 46
Telefax: +49 9120 18 37 99
www.logmax.de
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