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50 Jahre Resch Bandsäge: „Für an Sarg dets halt reichen“
27/11/2006 - 14:41
Resch Bandsäge Seit 50 Jahren haben sich die Resch Bandsägen bei Kunden und Mitbewerbern einen guten Ruf erworben. Grund genug, Ende September auf dem Werksgelände in Blumau bei Bozen das Jubiläum und die offizielle Betriebsübergabe an Rudolf Lantschner, Christoph Lunger und Martin Rieder zu feiern.
Mitte der Fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war Zimmermeister und Firmengründer Johann Resch von der Idee beherrscht eine Säge zu konstruieren. Bedingung: Der leichte Ab- und Aufbau vor Ort. Der Rundholztransport aus den Gebirgswäldern zu einer stationären Säge war umständlich und zeitraubend, Bauholz musste per Hand behauen werden und die Seitenware hatte bestenfalls Brennholzqualität.
Im Herbst 1954 baute Resch aus Alteisenteilen und einem Dieselmotor die erste Säge. Am 14. Februar 1955 wurde dann der erste Probeschnitt erfolgreich durchgeführt. „Für an Sarg dets halt reichen“ dachte sich Johann Resch spitzbübisch. Die folgenden Jahre brachte aber besonders in Südtirol den Erfolg der Resch "Wandersäge". Johann Resch war mit drei Exemplaren in ganz Südtirol als Lohnsäger unterwegs – die Idee der Mobilsäge war geboren.
Für die weitere Expansion wurde 1968 Bruder Ignaz als frisch studierter Maschinenbauer aus Deutschland in das heimatliche Eisacktal zurückgeholt, Johann Resch hängte das Zimmermannshandwerk an den Nagel. Den jüngeren Bruder zu überzeugen war offenbar nicht ganz so einfach. „Wenn die Liebe in den Kopf steigt, ist die Ortsveränderung schwierig“ meinte der dritte Bruder Andreas Resch während des Jubiläums Ende September hintergründig.
Resch Wandersäge Gemeinsam wurden die ersten Maschinen für den Verkauf produziert. Bereits im selben Jahr wurde auch die erste Maschine zur Firma Adam nach Bruck/Mur, Steiermark verkauft. 1972 folgten die ersten Messen in Laibach und Klagenfurt, der Export stieg auf 50%. Ende der Achtziger Jahre platzte die Werkstatt im heimatlichen Steinegg, hoch oben über Bozen gelegen, aus allen Nähten. Seit 1991 ist der Firmensitz in Blumau, unten im Eisacktal.
Bis heute summiert sich die Zahl der verkauften Bandsägen auf 180. Besonders in Südtirol finden sich Betriebe, die bereits das dritte oder vierte Exemplar im Einsatz haben.
Die Nachfrage nach der Südtiroler Technik ist auch nach der Übergabe des Betriebs von Ignaz und Johann Resch an die langjährigen Mitarbeiter Rudolf Lantschner, Christoph Lunger und Martin Rieder ungebrochen. Mitte November lagen die Lieferzeiten im August 2007. Und dies obwohl die Fertigungskapazität auf acht Maschinen/Jahr erhöht wurde, darunter vier Blockbandsägen und vier Trennbandsägen.

Ein typischer Resch-Kunde ist Johann Leopold mit seinem Lohnsägewerk im schwäbischen Unterblaichen bei Günzburg, der noch vor Weihnachten seine Resch 1050 erhalten wird. Die bisherige Resch-Anlage fand sofort in Südtirol einen Käufer, der in das Lohnschnitt-Geschäft einsteigen will. Als er 1992 seine erste Bandsäge aus Blumau erhielt, stand noch der Lohnschnitt von Bauholz im Vordergrund. Von den jährlich 1500 fm Einschnitt sind heute über 600 cbm Sägefurnier, Bauholzlisten spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Besonders Hersteller von Landhausdielen wissen die Schnittqualität des "Rolls Royce unter den Sägen" (O-Ton Johann Leopold) zu schätzen.

Resch Forestor Pilous Auch in Zukunft liegt das Hauptaugenmerk der Resch&3-Mannschaft im Exportgeschäft. Neben dem deutschsprachigen Raum ist Frankreich ein sehr interessantes Absatzgebiet. Im Departement Haute Savoie laufen bereits drei Sägen. Lohnunternehmer Gilles Petit (ca. 3000fm/Jahr) aus Mont de Laval hat eine Forestor-Pilous durch eine Resch ersetzt. Er hebt besonders die Klemmen bei der Resch-Säge als Vorteil hervor.
Thomas Reier aus St. Magdalenen im Gsiesertal, seit Dezember stolzer Besitzer der letzten von Ignaz Resch verkauften Säge, sieht neben der Tatsache ein Südtiroler Produkt zu kaufen vor allem in den doppelten hydraulischen Vorschneidern seiner DM 1050 den entscheidenden Vorteil gegebenüber der deutschen und italienischen Konkurrenz.

Weitere Informationen
RESCH & 3 GmbH
Martin Rieder
Brennerstr. 44/A
I - 39050 BLUMAU (Südtirol)
Tel: +39 0471 353 137 Fax: +39 0471 353 177 Mail: info@resch-3.com
Internet: www.resch-3.com
(IHB Matzku, Fotos: Resch & 3)
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