| Schmidt Sägewerksanlagen: Ruckzuck montiert |
| 13/06/2007 - 20:24 |
Die persönliche Führung durch die komplette Spanerlinie ließen sich Dr. Josef Rettenmeier und Sohn Christoph Rettenmeier auf dem Ligna-Stand von Anlagenbauer Schmidt nicht nehmen.
Führung durch eine Spanerline?
Als erster Hersteller von Sägewerksanlagen präsentierte Schmidt auf der Ligna+ (14.-18. Mai 2007) in Hannover eine komplett gekapselte Einschnittlinie in Modulbauweise. Lärm und Staub – von Berufsgenossenschaft, Mitarbeitern und Anwohnern ungern gesehen und gehört – werden wirkungsvoll eingedämmt. Der besondere Clou ist die modulare Anordnung. Spaner, Profilfräsaggregate, Doppelwellenkreissäge sowie Ein- und Auszugsvorrichtungen sind in separaten „Boxen“ untergebracht. Der geschlossene Rahmen sorgt für eine hervorragende Stabilität. Alle Leitungen und Anschlüsse werden bereits im Schmidt-Werk in in Viechtach montiert. Im Sägewerk heißt es dann nur noch „plug and play.“ Die Zeiten, eine komplette Linie in einem Sägewerk aufzustellen, dürften nur wenig über den vier Stunden liegen, die man in Hannover zur Montage des Ausstelllungsstücks benötigt hat. „Mit der neuen Technik sind wir eine oder sogar zwei Nasenlängen voraus“, verweist Fritz Schmidt auf das große Interesse auf der Ligna. Auf der Messe wurden die Verträge über die Lieferung von drei weiteren Linien unterzeichnet, davon eine ins Baltikum und zwei in Mitteleuropa. Großes Interesse an der Modulbauweise kam von russischen und südamerikanischen Besuchern.
Profil-Spaner „Super Chipper“
„Das ist wie daheim im Wohnzimmer“, sagt Fritz Schmidt und öffnet die Tür zum Spaner-Modul „Super Chipper“. Bequem lässt sich so die erste Einheit der Linie betreten. Mit einem Augenzwinkern verweist Fritz Schmidt auf die Türe – die Ähnlichkeiten mit einer normalen Wohnzimmertür sind nicht zu übersehen.
Den Spaner bietet Schmidt in drei Versionen: S30 (max. Rundholz-Durchmesser 35/40 cm), S50 (max. Rundholz-Durchmesser 50 cm) und S70 (max. Rundholzdurchmesser 70 cm). Die maximale Antriebsleistung pro Messerkopf variiert je nach Modell von 132 kW ( S30) bis 160 kW (S50 und S70). Allen Modellen ist das Prinzip der Mittigzentrierung mit geradem und Bogen folgendem Einschnitt, die hochpräzise servohydraulische Positionierung mit separat gelagertem Führungsteller sowie die eigene Lagerung der Messerkopfwelle gemeinsam.
Einzugs- und Auszugsvorrichtung EZV/AZV
Vorschubgeschwindigkeiten bis 150 m/min bereiten den zwischen den einzelnen Modulen montierten Einzugs- und Auszugsvorrichtungen keine Probleme. Für exakte Holzführung und hohe Maßgenauigkeit sorgen zwei starre untere Rolleneinheiten in Kombination mit zwei flexiblen, hydraulisch gesteuerten Rollen oben. Zur Präzision trägt auch der Direktantrieb unter Verzicht von Ketten und Kardanwellen bei.
Keine Frage, dass auch die EZV/AZV-Module leicht von außen zugänglich sind. Kein Mitarbeiter muss bei Störungen und für Wartungsarbeiten aufwändig in die Maschine kriechen.
Profilfräsaggregat VPF-2/HPF-2
Das Fräsaggregate HPF-2 (horizontal) und VPF-2 (vertikal) glänzen ebenfalls durch die gute Zugänglichkeit von außen. Der Werkzeugwechsel kann ergonomisch und mit hoher Arbeitssicherheit durchgeführt werden. Mit dem horizontalen Aggregat können Kanthölzer bis zu einer maximalen Höhe von 32 cm bearbeitet werden, beim vertikalen Profilfräsaggregat bis 40 cm. In
In beiden Modellen werden die Fräser von einem eigenen Motor angetrieben. Die Kraftübertragung ist direkt auf die Fräser. Die Positionierung erfolgt mittels Servozylinder mit eingebautem Wegmess-System.
Doppelwellen-Kreissäge VHS-4/VA
Besonders stolz ist Fritz Schmidt auf die Doppelwellen-Kreissäge. Der Abstand der Sägeblätter auf der Welle kann während des Betriebs verstellt werden. Auf Wunsch kann auch der vertikale Abstand der Achsen zueinander verändert werden. Das Aggregat ist so besonders flexibel einsetzbar. Ob Schwachholz oder Starkholz, es kann immer der optimale Sägeblattdurchmesser mit kleinstmöglicher Schnittfuge genutzt werden.
Käufer des Ligna-Exemplars und damit erster Kunde ist das Rettenmeier-Werk Tatra Timber in Liptovský Hrádok/Slowakei. Die schnelle Montage ist für das Unternehmen von großer Bedeutung. Im März 2007 wurde die Gatter- und Spanerlinie bei einem Brand komplett zerstört.
Weitere Informationen
Michael Schmidt
Anlagen- und Maschinenbau
Pröllerstr. 2/4
D-94234 Viechtach
Tel: +49/(0)9942/9434-0
Fax: +49/(0)9942/9434-51
E-mail: vertrieb@schmidt-anlagen.com www.schmidt-anlagen.com
Fritz Schmidt s. r. o.
Výroba strojů a zařízení
Špidrova 48
CZ-38501 Vimperk
Tel: 00420 / 388 403 111
Fax: 00420 / 388 403 112
E-Mail: office@fritzschmidt.cz
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