Der Deutsche Forstunternehmer-Verband e.V. (DFUV) reagiert mit großem Unverständnis auf die Aussagen zum Thema Mindestlohn des Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, „das einseitige und nicht abgesprochene Vorgehen des DFUV irritiert uns Waldbesitzer sehr.“
"Tarifabschlüsse sind die ausschließliche Angelegenheit der Sozialpartner", erwidert Hans-Jürgen Narjes, der Vorsitzende des DFUV. Sein Bundesverband vertritt die Landesverbände der freien, deutschen Forstunternehmer, die sich in ureigenen Angelegenheiten mit niemand abzusprechen hätten. "Die Zeiten der Knechtschaft seien vorbei", so Narjes. Der DFUV strebt ein partnerschaftliches Verhältnis zum Waldbesitz an, allerdings ist das keine Einbahnstraße. Grundvoraussetzung sind auskömmliche Dienstleistungspreise und Löhne, von denen die Arbeitnehmer leben und eine Familie ernähren können. Und eben diese Voraussetzungen gebe es derzeit nicht.
"Verwunderlich ist, dass die AGDW u. a. in puncto Lohngestaltung trotz vielfältiger und hoher Fördermittel aus öffentlichen Kassen für die einzelnen Gewerke in privaten Wäldern, einen Billiglohn der Forstunternehmer erwartet bzw. voraus setzt", kritisiert Narjes die Waldbesitzer.
Wenn der AGDW-Präsident Prinz zu Salm-Salm Gefährdung des Waldumbaus sehe, dann sei hier der Hinweis auf die Verpflichtung des Eigentums (GG Art. 14) erlaubt.
In der Pressemitteilung des Forstunternehmerverbandes erinnert Narjes die Waldbesitzer an nicht eingehaltene Versprechen, bei höheren Holzpreisen einen Anteil für die Erntekosten weiter zu reichen. "Es ist nichts, aber auch gar nicht passiert", sagt Narjes. Im Gegenteil, die Preisspirale drehe sich immer weiter abwärts. "Auch in dieser Situation hätte die AGDW ihren Mitgliedern dezente Hinweise geben können. Das hätte das Klima durchaus verbessert", empfiehlt Narjes der AGDW.
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