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Waldhackschnitzel: Forststraße oder Bestand?
17/10/2005 - 00:00
Für John E. Eriksson, Export Manager bei Bruks Bio Tech, ist die Sache klar: Hacker gehören auf Forwarder. Auf den Wolfegger Forsttagen Ende September diskutierte der schwedische Maschinenbauer mit Unternehmern und Presse über die Vor- und Nachteile der Montage auf einem LKW gegenüber einem Tragschlepper.


Nach acht Minuten ist der 21 srm-Bunker voll

In Wolfegg zeigten die Schweden einen modifizierten Trommelhacker Bruks 805 CT, der auf einen HSM-Forwarder 208 F aufgebaut in der Schweiz bei der Killer Forst AG im Einsatz ist. Bruks hat den Hacker speziell Richtung Rundholzzerkleinerung statt Schlagabraum adaptiert. Die Einzugsgeschwindigkeit läßt sich von der Kabine aus halbieren, damit das gleichmäßiger gehackt wird. Der Motor läuft so im Drehmoment-Optimum, der Spritverbrauch sinkt.

Nach Beobachtung von Eriksson geht in Schweden der Trend zur Forwarder-Montage. "Eine hohe Jahresleistung ist nur mit einem geländegängigen Fahrzeug zu erreichen", legt er für Skandinavien die Messlatte auf 100.000 srm/Jahr im Einschichtbetrieb. An Forststraße würden häufig Lager- und Aufarbeitsplätze für den LKW-Einsatz fehlen. Die Übergabe von Hackerbunker an Container kann dagegen fast überall erfolgen.


John E. Eriksson (re.) favorisiert die Forwarder-Montage

Eine Alternative zum Forwarder sieht WFW-Berater Bernhard Denkinger in Dumpern. Diese würden einen guten Kompromiss zwischen LKW und Forwarder darstellen. "Innerhalb eines Aktionsradius von 100 km ist der Dumper beim Umsetzen mit 50 km/h nur wenig langsamer als der LKW", rechnet Denkinger vor. Beim LKW sieht er die Bedienung vom einem Kransitz aus als Nachteil. Besonders bei verstreuten Anfällen ginge viel zu viel Zeit für Umsteigen vom Fahrerhaus auf den Kran verloren. Auch sei der Fahrer auf dem Kran Erschütterungen und Vibrationen ausgesetzt. Umgebaute Fahrerhäuser lehnt Denkinger wegen der Sicherheit und schlechter Sicht auf Kran und Aufgabetisch ab. Von WFW umgerüstete Volvo-Dumper sind in Baden-Württemberg und südlich von München im Einsatz. Die Schweizer Forstunternehmer Markus und Roland Killer haben sich für den HSM-Forwarder mit 240 PS als Trägerfahrzeug entschieden. Bis zu 20 km setzt Killer die Maschine auf eigener Achse um. Das Einsatzgebiet ist mit 50 km Umkreis im Raum Basel/Zürich überschaubar. Mit dem neuen Modell erreichten die beiden Brüder 60.000 srm/Jahr bei 1200 bis 1400 Betriebsstunden/Jahr. Für den HSM sprechen neben der Leistung für die Arbeit im Gebirge die schmale Bauweise trotz 800er Bereifung.



Weitere Informationen zum Thema Waldhackschnitzel
LWF-Merkblatt Bereitstellung von Waldhackschnitzeln

Kosten von Kronenholz-Rückeverfahren

Waldhackschnitzel aus Laubholzkronen
Hackereinsatz im Sturmholz

(IHB Fotos: Michael Fehrle)
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